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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Sa Mär 18, 2017 20:42 
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Wie heisst es so schön: Jeder bekommt das was Er verdient!

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Viele Grüße

Der Wällerplaymosammler

Fleisch ist ja bekanntlich ein vegetarisches Produkt das im Laufe eines sogenannten Getreideveredlungsprozess entsteht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Sa Mär 18, 2017 20:56 
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Traumtänzerin
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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: So Mär 19, 2017 18:56 
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Mega-Klicky
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Liebes Tagebuch!

Irgendwie seltsam, wie menschenleer der Westen des Landes
ist. Andererseits lenkt uns so auch niemand von unserem Ziel
ab. Ich denke morgen mittag werden wir es erreichen.
Die Landschaft ist nun weniger öde. Ab und an zeigt sich
sogar ein kleines Wäldchen.

088.JPG



»Wir schaffen es heute doch eh nicht mehr bis zur Ranch.
Wäre es nicht toll, im Grünen bei den Bäumen das Lager
aufzuschlagen?«, ruft Emmy.
»Ich schlafe auch lieber auf Laub als auf Kakteen«, grinst Rick.
Der Fleck hier sieht wirklich sehr einladend aus.

089.JPG



Kläffend rennen die Hunde auf den Wald zu, bleiben
an dessen Rand aber stehen und knurren und bellen
unaufhörlich. Kiki kommt gelaufen. Auch ich gehe zu ihnen.
»Was ist denn los mit euch?«, wundere ich mich.
Sie schauen mich an und knurren bedrohlich.
»Hallo, ist da wer?«, rufe ich.

090.JPG



Es raschelt. Zweige knacken.
Ein bisschen bebt fast die Erde.
Da ist etwas Großes. Und es haut ab.
Insgeheim bin ich froh darüber.

091.JPG



Ich knipse noch schnell ein Bild vom halbdunklen Wald.
Keine Ahnung, ob überhaupt etwas zu erkennen ist.
Denn jetzt ist es ruhig geworden. Wen oder was
immer die Hunde hier erspürten, es ist weg.

093.JPG



»Was war da?«, forscht Rick.
»Ich weiß es nicht. Es war auf alle Fälle sehr, sehr groß«,
antworte ich. »Aber es ist abgehauen.«
»Das war bestimmt Bigfoot«, lacht Emmy vergnügt.

094.JPG



Vielleicht hat sie ja recht. Auf alle Fälle erscheint mir
die offene Prärie sicherer für die Nacht als dieser Wald.
Ich hebe die Hunde auf den Wagen. Kiki klettert wieder
rein. Und dann ziehen wir weiter, an diesem Wäldchen vorbei.

095.JPG



Irgendwann halten wir an, spannen die Pferde aus und
bereiten ein großes Lagerfeuer. An diesem Abend erlaube
ich den Kikis kein Herumstromern. Es ist mir lieber, wenn
sie in der Nähe bleiben. Aber bedrückt sind wir nicht.
Plaudernd und singend vergnügen wir uns noch lange.

096.JPG



Auf Nachtwache verzichten wir. Rick und Emmy sind überzeugt,
die Hunde werden anschlagen, wenn sich jemand - oder etwas - nähert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: So Mär 19, 2017 19:24 
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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: So Mär 19, 2017 19:35 
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Da könnte MK recht haben! :grinsen

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Viel Spaß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: So Mär 19, 2017 21:53 
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... da ist doch was im Busch...

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mo Mär 20, 2017 18:23 
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Geschafft! Wir haben die Ranch erreicht und fahren durch
das Tor. Rufe werden laut. Gäste sind hier selten und fallen
deshalb sofort auf. Zugleich rechnet aber niemand mit
Feinden, weshalb wir erst mal unbehelligt bleiben.

001.JPG



Kiki klettert aus dem Wagen, noch ehe er richtig steht.
Er läuft vorwärts, während zugleich ein kleiner Junge
aus dem Haus gerannt kommt.
»Ki Ki!«, freut sich mein kleiner Freund.
»Kiki«, ruft der kleine Jim. »Ich habe dich nie vergessen.
Ist das toll, dass du da bist.«

002.JPG



Kikis Familie kommt angelaufen.
Jim überschlägt sich fast vor Freude.
»Sind das deine Kinder, Kiki?« Der nickt. »Die sind ja toll.
Darf ich eines behalten?«
»Ki Ki, Ki Ki«, schimpft Keiki sofort.
»Spielt ihr mit mir?«, bittet der Knabe.

003.JPG



Aus dem Ranchhaus treten zwei Leute. Das ist Ricks
Onkel Jeremias und dessen Frau Sue, Jims Eltern.
Erstaunt schauen sie auf die Neuankömmlinge, mit
denen sie wohl nicht gerechnet haben.

004.JPG



»Onkel Jerry!«, ruft Rick, springt vom Kutschbock
und läuft, den Onkel zu begrüßen.
Die Begrüßung ist wirklich herzlich.
»Der kleine Rick«, freut sich Jerry. »Ich hoffe, dieses
Mal bist du nicht durch die Wildnis gereist.«

005.JPG



»Und da ist ja auch die schöne Emmy«, begrüßt Jerry Ricks
Freundin. »Und du bist doch - warte, ich weiß es gleich wieder -
Mara, richtig? Willkommen auf meiner Ranch. Joe, bring den
Planwagen weg und versorge die Pferde!««
»Ich freue mich so, dich zu sehen«, lacht Emmy.
»Jim ist ja richtig groß geworden.«

006.JPG



Um die Kikis muss ich mich jetzt nicht kümmern. Jim stellt
ihnen jedes Pony einzeln vor und die Kleinen sind begeistert
dabei. Die winzigen Pferde gefallen ihnen. Sie sind zutraulich
und lassen sich gern streicheln. Für die Kikis ist das einfach nur toll.

007.JPG



Wir Menschen setzen uns zusammen. Sue bringt kühles Bier.
Es schmeckt köstlich. Und dann muss vor allem Rick ganz genau
von der Reise erzählen und allem, was er in der Heimat so treibt.

008.JPG



Die Zeit vergeht schnell.
Jerry besteht natürlich darauf, dass wir hier übernachten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Di Mär 21, 2017 18:33 
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Die Kikis spielen weiterhin mit Jim und erkunden auch die
ganz nahe Umgebung - halt so weit, wie Jim alleine gehen darf.
Und das ist immer in Sichtweite der Leute, die hier arbeiten.

009.JPG



Jerry hat uns seine Ranch gezeigt. Dazu war beim letzten Besuch
ja keine zeit. Es ist schon beeindruckend, wie viel Land hier ein
einzelner Mensch besitzen kann. Die Rinderzucht hat Jerry ja
zurückgefahren. Jetzt werden hier wilde Mustang gefangen,
zugeritten - und teilweise auch gezüchtet.

010.JPG



Zur Feier des Besuchs wurde heute geschlachtet. Und nun
duftet es verführerisch, während das Spanferkel sich
langsam über dem Feuer dreht. Wir haben alle Hunger.

011.JPG



Die Hunde wohl auch, denn als niemand hinschaut, stibitzen
sie rasch bereit gelegte Würste. Da diese nun im Dreck liegen,
nimmt sie ihnen auch keiner mehr weg und sie können sie
genüsslich in Ruhe verspeisen.

012.JPG



Wir sitzen zusammen und lassen es uns gut gehen.
Sue fragt, wie lange wir bleiben wollen.
»Wir sind ja hier, um Bigfoot zu helfen«, antwortet ihr
Emmy. »Wei0t du, wo er ist?«

013.JPG



»Bigfoot?«, staunt Jerry.
»Aber Onkel, du hast mir doch geschrieben, dass du
wegen Bigfoot Hilfe brauchst«, erinnert Rick.
»Ja, klar - ich hab ein paar Männer angestellt, um die Grenze
zum Wald vor einfallenden Touristen und Kopfjägern zu schützen.
Ich dachte doch nicht, dass du deshalb hierher kommst, Junge.«

014.JPG



»Jetzt, wo wir schon mal da sind«, wirft Emmy ein,
»da wollen wir Bigfoot auch sehen.«
»Na schön, kleine Lady«, lacht Jerry, »dann müsst ihr wohl
zum Quellwald. Dort wurde er vor einigen Tagen angeblich
gesehen. Angeblich - weil niemand eine Begegnung je beweisen konnte.«
»Ich habe ein Foto«, fällt mir ein und zeige das verschwommene Bild.

015.JPG



Jerry lacht bei diesem Anblick. Dann ruft er nach Joe.
»Richte doch bitte den kleinen Heuwagen her und bringe
mit dem unsere Gäste morgen zum Quellwald.«
»Kein Problem, Boss - ich wollte ja eh zur Weide in der Nähe dort.«

016.JPG



Und somit ist es beschlossen, dass morgen unsere Suche beginnen wird.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mi Mär 22, 2017 13:07 
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»Huch, ist der Wagen nicht zu klein«, wundert sich Rick.
»Er ist perfekt«, verspricht Jerry. »Euer schwerer Planwagen
würde im Quellwald nicht weit kommen. Und unsere brave
Wendy ist gutmütig und nimmt auch schlammige Pfade.«
Kiko jedenfalls, der gleich mal ins Heu geklettert ist,
findet die Sache richtig toll.

017.JPG



»Hinauf mit dir, junge Dame«, lacht Jerry und hebt Kaja hoch.
Sie strampelt erst ein bisschen, aber dann klettert sie doch
gern zu ihrem Bruder. Die beiden wühlen im Stroh und
bewerfen sich mit den Halmen.

018.JPG



Ich mache gute Mine dazu, werfe den Koffer ins Stroh und
klettere dann hinauf. Die anderen Kikis folgen mir sofort.
Es ist eng. Aber schön kuschelig und sehr, sehr bequem.

019.JPG



»Ich will auch mit«, ruft der kleine Jim.
Papa legt ihm die Hände auf die Schultern.
»Besser nicht, mein Sohn. Bigfoot besuchen wir gemeinsam,
wenn du etwas größer bist.«
»Die Kikis sind doch auch klein«, mault der Junge.
"Aber die haben ihre Eltern dabei", lächelt der Vater.

020.JPG



Joe besteigt den Sattel von Wendy. Rick und Emmy nehmen
auf dem Kutschbock Platz.
»Es geht los«, freut sich Emmy. »Wir finden ihn bestimmt.«
»Und hoffentlich nur ihn«, nickt Rick, »und nicht auch noch
irgendwelche Leute, die Jagd auf ihn machen.«

021.JPG



Nach einigen Stunden eher gemächlicher Fahrt zügelt Joe das Pferd.
»Ich denke, wir sind da und werden uns hier trennen«, meint er gemütlich.
»Du kommst nicht mit uns?«, ruft Rick.

022.JPG



»Nein, ich muss zur Weide dort hinten«, erklärt Joe. »Ich
mache ja keinen Urlaub hier.« Er grinst. »Seht ihr den
schmalen Pfad dort? Er führt zu einer Quelle. Dort ist ein
guter Platz für eine Rast. In ein paar Tagen hole ich euch dort ab.«
»Och, den Rückweg finden wir auch allein«, verspricht Rick.

023.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mi Mär 22, 2017 13:11 
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Joe verschwindet zwischen ein paar Felsen. Ich setze
mich nun auf Wendy, so dass die Kikis etwas mehr Platz
haben. Der schmale Pfad ist gut zu sehen. Und
erfreulicherweise wird das Land nun grün.

024.JPG



Eine gute Stunde später ist die Quelle erreicht. Die Hunde
laufen gleich zum Wasser, um ihren Durst zu stellen.
Ringsum ist nun Wald. Alles wirkt hier sehr friedlich.
»Ist das toll hier!«, ruft Emmy freudestrahlend.

025.JPG



»Ich suche Feuerholz«, meint Rick und schlägt sich in die Büsche.
»Bleib in der Nähe«, bitte ich.
»Keine Bange, hier liegt genug Holz herum«, antwortet er.

026.JPG



Die Kikis springen ins Wasser. Es ist nicht tief und birgt keine
Gefahren. So können sie plantschen und spielen. Nach der
langen Fahrt brauchen sie einfach etwas Bewegung. Wendy
wird ausgespannt und darf nun auch trinken. Jerry meinte,
dass man sie nicht anbinden muss. Sie läuft nicht weg.

027.JPG



Dann sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer, essen und trinken,
plaudern, lachen und singen. Das ist wie richtiger Urlaub.
Bis auf das Gewehr.
»Woher hast du das?«, wundere ich mich.
»Onkel Jerry meinte, dass ein Mann in diesem Land ein
Gewehr haben müsse«, grinst er. »Komischerweise fühle
ich mich damit auch sicherer.«

028.JPG



Es wird dunkel. Die Kikis schmeißen Stroh vom Wagen.
Für alle gibt es so ein richtig weiches Bett, das auch sofort
getestet wird. Sie schlafen rasch ein.
Emmy gähnt und legt sich ebenfalls nieder.
»Die Sterne funkeln hier so schön«, murmelt sie noch.

029.JPG



Rick und ich sitzen noch länger am Feuer. Wir werden uns
nachher mit der Wache abwechseln. Aber bis dahin überlegen
wir, ob Bigfoot überhaupt in der Nähe ist. Hier ist er ja sicher.
Jerrys Leute jagen ihn nicht.
Aber man weiß ja nicht, wer sonst so diesen Wald betritt.

030.JPG



Egal, wie es ausgeht - wir wollen diese Tage jedenfalls genießen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Do Mär 23, 2017 17:57 
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Ich habe die letzte Wache. Die anderen schlafen alle friedlich.
Und mir fallen auch fast die Augen zu. Die Hunde sind wach.
Da könnte ich ja eigentlich ein wenig dösen, oder?
Nur mal kurz die Augen zumachen.

031.JPG



Eine Sekunde später sind wir alle hellwach.
Ganz in der Nähe zerrissen ein paar Gewehrschüsse die Stille.
Drei Schüsse habe ich gezählt. Ob Jäger den Bigfoot erwischt haben?

032.JPG



»Bleibt alle beim Lager«, flüstere ich angestrengt. »Ich
schaue mich um. Keine Angst, ich gehe nicht weit.«
»Bleib lieber hier«, bittet Emmy mit mulmigem Gefühl.
»Rick passt doch auf euch auf«, beruhige ich sie.

033.JPG



Natürlich bleibt niemand zurück. Alle begleiten mich.
Wir gehen aber auch nur wenige hundert Meter.
Es ist nichts zu sehen und niemand zu hören.
»Gehen wir zurück«, schlage ich vor. »Vielleicht ist es
sogar klüger, zur Ranch zu fahren.«
»Wenn hier rumgeschossen wird, sehe ich das auch so«, pflichtet mir Rick bei.

034.JPG



Aber was ist das?
Das Lager ist verwüstet. Wendy ist verschwunden, alle
Vorräte geplündert, der Wagen umgeworfen und unbrauchbar.
So ein Mist aber auch.
»Was machen wir denn jetzt?«, überlegt Emmy. »Zu Fuß zur Ranch?
Oder Wendy suchen? Ob Bigfoot die Stute gefressen hat?«

035.JPG



»Das will ich nicht hoffen«, sage ich da. »Nach allen Berichten
ist Bigfoot auch kein Jäger oder Wilddieb. Egal - oh, schaut mal,
hier sind Äste abgerissen. Ob wir den Dieb verfolgen sollten?«
»Gute Idee«, nickt Rick.
»Au ja, bin gespannt, wen wir finden«, freut sich Emmy.

036.JPG



Wir folgen der deutlich sichtbaren Spur. Wer immer hier entlang
rannte, war jedenfalls sehr, sehr groß. Und sorglos, denn er machte
sich nicht die Mühe, seinen Weg zu verbergen. Ich nehme vorsichts-
halber die Pistole in die Hand und gehe voraus.
»Bleibt dicht beisammen«, rate ich.

037.JPG



Keiki achtet darauf, dass ihre Kinder immer zwischen den
Menschen sind und sich auch nicht entfernen. Sie spürt,
dass es durchaus gefährlich werden könnte. Rick macht
die Nachhut, mit dem Gewehr in der Hand.
»Ist das nicht spannend«, flüstert Emmy begeistert.

038.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Do Mär 23, 2017 18:03 
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Nach einiger Zeit bleibe ich stehen.
»Sieht so aus, als wenn der Weg noch lange so geht«, überlege
ich. »Ich glaube, wir kehren besser um.«
»Andererseits können wir uns nicht verlaufen«, wirft Rick ein.
»Die abgerissenen Äste führen uns zuverlässig immer auch wieder zurück.«
»Das schon. Aber es wird bald dunkel.«

039.JPG



Wir hören einen unterdrückten Schmerzensschrei.
»Das kommt von dort hinten«, sagt Emmy hastig. »Da braucht
bestimmt jemand Hilfe. Kommt, wir schauen mal nach.«
»Bist du sicher, dass das ein Mensch war?«
»Ist doch egal, Mara. Vielleicht ist ja auch Bigfoot verletzt.«

040.JPG



Sehr weit müssen wir nicht gehen, bis wir überraschend in
einer Halbhöhle unsere einstigen Reisebegleiter sehen.
Nathalie liegt am Boden. Sie stöhnt. Anscheinend wurde
sie von einer Kugel getroffen.
»Halte durch«, flüstert Theo, selbst mutlos. »Das wird schon wieder.«

041.JPG



Dascha tritt zu uns.
»Wir lagen hier auf der Lauer. Es ist ein guter Platz, um Bigfoot
zu fotografieren. Aber plötzlich waren da drei Männer. Und etwas
Großes in der Nähe. Die Jäger haben geschossen. Nicht auf uns -
aber Nathalie wurde trotzdem getroffen.«
»Ist es schlimm?«
»Nein, nur ein Steifschuss am Oberschenkel, den ich schon
verbunden habe. Aber sie ist davon überzeugt, dass sie nun
sterben muss«, lächelt Dasche etwas geringschätzig.

042.JPG



»Es ist nicht übermäßig weit bis zu einer Ranch«, erkläre ich.
»Mit einem Stock als Gehhilfe könnte es klappen.«
»Ich kann nicht mehr gehen«, weint Nathalie.
»Und ich kann sie nicht so weit tragen«, befürchtet Theo.
»Steh einfach mal auf und versuche es, Nathalie«, schlage ich vor.
Sie weigert sich. In ihren Augen bin ich herzlos, so etwas auch nur zu wollen.

043.JPG



Dascha erzählt Pierre von der Ranch.
»Ich gehe hier nicht weg«, lehnt der aber ab. »Ich hatte ihn
fast vor der Linse. Ich bleibe hier sitzen, bis Bigfoot wieder
herkommt und dann schieße ich das Bild meines Lebens.«
»Ihr seid alle stur und unvernünftig«, schimpft Dascha da.

044.JPG



»Was meint ihr?«, frage ich Emmy und Rick. »Gehen wir
zurück oder übernachten wir hier?«
»Für heute bleiben wir«, meint Rick. »Wird doch eh bald dunkel.«
»Morgen früh sieht man weiter«, stimmt Emmy zu. »Vielleicht
geht es Nathalie dann auch schon besser.«

045.JPG



Wir bereiten ein Mahl aus Pilzen, Nüssen vom Vorjahr und
saftigen Knospen. Die Sonne geht unter. In der Dämmerung
klettert Kiki mit Koko auf die Höhle. Von dort oben aus haben
die beiden einen guten Rundumblick. Sie übernehmen also die
erste Wache. Und ich denke, sie werden sehr aufmerksam sein.

046.JPG



Der Schlaf ist unruhig diese Nacht. Nathalie jammert, wenn auch leise,
die ganze Zeit. Und Pierre springt bei jedem Geräusch auf und läuft zu
seiner Kamera. Immerhin bin ich sicher, dass die Jäger Bigfoot nicht
erwischt haben, denn der hat ja nach den Schüssen unser Lager
verwüstet und Wendy verjagt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Do Mär 23, 2017 19:57 
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Armer Big Foot... wahrschenlich kann der bei dem gejammer auch nicht schlafen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Mär 24, 2017 15:23 
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Dascha hat noch einmal alles versucht, ihre Begleiter zum
Weg zur Ranch zu überreden. Das ist zwar nicht wirklich
nahe, aber dort wären alle in Sicherheit. Nur hört keiner
auf sie, wie sie mir ungern berichtet.
»Vater hofft einfach, hier sein Traumfoto zu machen«, gibt sie zu.
»Er würde bestenfalls zu dem verlassenen Blockhaus am Fluss gehen.«
»Wie weit ist das weg?«
»Vier, fünf Stunden, schätze ich. Nathalie kann ja nicht schnell gehen.«

047.JPG



Ich gehe zur Halbhöhle.
»Wir verabschieden uns«, sage ich. »Da ihr nicht mit uns kommen
wollt, wünsche ich euch, dass hier nichts Übles passiert.«
»Ihr wollt uns wirklich allein lassen?«, entfährt es Theo ungläubig.
»Bitte nicht«, jammert Nathalie. »Ihr müsst uns beschützen.«

048.JPG



Pierre kommt zu uns.
»Ihr seid gut bewaffnet«, erinnert er mich. »Da wäre es
schon hilfreich, wenn ihr hier bleiben wolltet.«
»Genau das wollen wir aber nicht«, lehne ich ab. »Dascha
hat einen Revolver - der muss euch reichen.«
»Gegen einen Bigfoot und mindestens drei Jäger? Da haben
wir keine Chance«, weist er mich zurecht.
»Okay - ein Vorschlag zur Güte«, gebe ich nach. »Wir
begleiten euch bis zum Fluss, wo das Blockhaus steht.
Danach müsst ihr für euch selbst sorgen.«

049.JPG



Widerwillig geben sie nach. Nur Dascha freut sich über
diese Wendung. Nathalie erhebt sich stöhnend. Sie stützt
sich übertrieben fest auf Theo, der sie sorgsam leitet.
»Wenn es nicht mehr geht, rasten wir«, verspricht er.
»Falls dann nicht gerade ein Bär im Unterholz brummt«,
spöttelt Emmy lachend.
»Es geht schon«, verspricht Nathalie hastig. »Es geht bestimmt irgendwie.«

050.JPG



Dascha nannte mir die Richtung. Ich gehe voraus, gefolgt von
den plappernden Kikis, die sich auf den Spaziergang freuen.
So viel Spaß hatten die Kleinen noch nie. Aber auch Emmy
und Rick sind gewohnt heiter. Sie empfinden das Abenteuer als Spiel.

051.JPG



Nathalie hat wirklich Schmerzen. Ihr Humpeln ist nicht gespielt.
So kommen wir wirklich nur langsam voran. Es ist fast Abend,
als wir das Blockhaus erreichen. Die Kikis laufen gleich dorthin
und überprüfen ihren neuen »Spielplatz«.

052.JPG



Vor der Hütte stehen Bänke.
Nathalie setzt sich sofort nieder und reibt ihren Schenkel.
»Abgeschlossen«, murrt Dascha.
»Das war zu erwarten«, antworte ich. »Irgendwo wird ein Schlüssel
liegen. Wenn nicht, muss man halt die Tür aufbrechen.«
»Das wäre Einbruch«, warnt Nathalie.

053.JPG



Pierre ist es zufrieden. Er baut seine Kamera auf und setzt sich
neben sie, um bereit zu sein, wenn ein gutes Motiv auftaucht.
Eigentlich ist seine Großformatkamera ein Traum. An Schärfe,
Detailreichtum, Farbumfang und Tonabstufung ist sie jeder
normalen Kamera weit überlegen. Aber die Arbeit mit dem Ding
ist kompliziert und zeitaufwendig. Man kann damit nicht knipsen.
Für Landschaften großartig. Aber ich frage mich ernsthaft, wie
Pierre damit ein bewegliches Ziel wie den Bigfoot fotografieren will.

054.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Mär 24, 2017 15:25 
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Mega-Klicky
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Ich mache schon mal Feuer. Wenn es knistert und prasselt,
sind die Kikis immer begeistert. Sie tanzen sogar ein wenig
zur Funkenmelodie.
»Ich hab den Schlüssel gefunden«, ruft Dascha freudig.
»Puh, ist das schmutzig hier. Da war ewig keiner mehr drin.«

055.JPG



»Danke fürs herbringen«, sagt sie später zu mir. »Ich weiß nicht,
ob wir das ohne euch geschafft hätten.«
»Und ich weiß nicht, ob ihr hier sicher seid.«
»Ich denke, in zwei, drei Tagen wird es allen langweilig. Weiter
flussabwärts liegen unsere Boote, mit denen wir hierher kamen.
Damit geht es dann zurück.«

056.JPG



»Ich muss mich hinlegen«, stöhnt Nathalie.
Theo bringt sie ins Blockhaus. Dort ist eine Lagerstatt mit
verschlissener Matratze. Ein paar wenige Vorräte finden sich
dort auch. Für kurze Zeit lässt es sich hier sicher aushalten.
Nathalie schläft. Alle anderen sitzen ums Lagerfeuer. Es wird
über Bigfoot spekuliert - was das wohl für ein Wesen sei und
ob es klug ist, um sich vor den Jägern zu verstecken.

057.JPG



Die Kikis interessieren sich nicht für solche Spekulationen. Sie
haben einen Igel entdeckt und gefangen. Der wird nun lange
ganz genau beobachtet, ehe er dann endlich wieder gehen darf.

058.JPG



Wir schlafen im Freien.
Das Rauschen des Flusses in der Nähe wirkt sehr beruhigend.

_________________
Man hört nicht auf, zu spielen, weil man alt wird - man wird alt, weil man aufhört, zu spielen.

Mein Playmo-Tagebuch
Meine Reise nach El Horado
Meine Bilder-Edda
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