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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Di Apr 18, 2017 21:19 
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Das ist ja sehr mysteriös... Hoffendlich geht das gut!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mi Apr 19, 2017 12:01 
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Liebes Tagebuch!

Brrr .... jetzt ist wohl der Winter zurück. Es ist richtig kalt
und es wurde Frost gemeldet. Die Kikis haben wohl vergessen,
dass sie Wüstentiere sind. Ihnen scheint die Kühle nichts auszumachen.
Sie spielen im Garten und sind vergnügt.

012.JPG



Ich habe mir eine dicke Jacke angezogen und mache
mich daran, die frostempfindlichen Pflanzen mit Vlies
abzudecken. Das wird ihnen in den kommenden kalten
Nächten ein wenig helfen, hoffe ich.

013.JPG



Als ich auch die kleinen Setzlinge abdecke, kommt Kaja
gelaufen und schimpft mit mir. Erst, als ich ihr erkläre, warum
das geschieht, ist die Kleine zufrieden und hilft nun auch mit.

014.JPG



Am Nachmittag klingelt es. Eine Polizistin kommt mit schlechten
Nachrichten vorbei. Man habe mein Bildmaterial geprüft, aber
darauf keinen Hinweis auf irgendwelche Verbrechen und Raubzüge
entdeckt. Zudem gehört jenes Versuchsgelände dem größten
Arbeitgeber der Stadt und wird von den Behörden ohnehin
engmaschig überprüft, dass da auch ja alles korrekt zugeht.
»Tut mir leid«, sagt sie noch. »Ich hoffe, die Versicherung
bezahlt ihren Schaden.«

015.JPG



Natürlich bin ich sauer. Aber ich denke auch noch über Majus
nach, der sagte, dass die Blumen Bienen töten würden. Das
ist irgendwie unlogisch. Ich rufe Chris an und frage ihn als
Bienenkundigen, ob es tödliche Blüten gibt.
»Mara, ich hab grad keine Zeit«, wiegelt er mich ab. »Bin gerade
am Abladen einer Honiglieferung. Hey, wenn du mir einen Kaffee
spendierst, komme ich nachher kurz vorbei.«

016.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mi Apr 19, 2017 12:06 
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Mega-Klicky
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»Eddy hat mir vom Einbruch bei dir erzählt«, begrüßt er
mich später. »Gibt es schon eine Spur.«
»Keine, die die Polizei ernst nehmen würde«, murre ich.
»Komm, ich erzähle dir alles.«

017.JPG



Im Wohnzimmer erzähle ich Chris dann alles, auch das,
was ich gestern sah. Nur von Majus berichte ich vorsichts-
halber nicht. Das würde mir Chris eh nicht glauben.
»Ich sah die Schmetterlinge sterben«, ende ich. »Und ich hörte,
dass sie mehr und andere Bienenarten brauchen. Erkläre mir das bitte.«

018.JPG



Das macht er dann auch:
»Für die Bienen ist der Honig ein Mittel zur Energiegewinnung. Aber
die Pollen sind ihre Nahrung. Tatsächlich gibt es Pflanzenschutzmittel,
die leider auch die Struktur der Pollen verändern und es gibt Gerüchte,
dass die Bienen das nicht vertragen. Ich schätze, du hast ein Gelände
entdeckt, wo geforscht wird, wie man Bienen resistent machen kann.
Gentechnik ist leider sehr kompliziert – aber wenn es gelingt, ist die
Bestäubung aller Nutzpflanzen gesichert.«

019.JPG



Ich bin schockiert.
»Du findest das in Ordnung?« Er nickt verwundert. »Aber das
bedeutet am Ende dann Patente auf Lebewesen. Dann ist jeder
gezwungen, von dieser Firma Saatgut, Dünger, Schädlings-
bekämpfungsmittel und sogar die Bienen zu kaufen. Das kann
man bei uns doch gar nicht durchsetzen!«
»Mit dem Saatgut klappt es jetzt schon«, meint Chris nachdenklich.
»Und das Ziel solcher Konzerne sind auch nicht unsere heimischen
Gärten, sondern die Agrarwirtschaft vor allem in der dritten Welt.«

020.JPG



Chris kann nicht lange bleiben. Er muss ja mit dem Hubschrauber
nach Hause fliegen und in der Dunkelheit macht er das nicht gern.
»Die haben deine Computer gestohlen, weil sie befürchten, dass in
deiner Geschichte, die du zuletzt veröffentlicht hast, Betriebsgeheimnisse
angedeutet werden – und weil sie wissen wollen, was du wirklich weißt«,
erklärt er. »Halte dich von solchen Leuten fern, Mara. Rechner kann man
ersetzen. Aber du könntest in Gefahr geraten.«

021.JPG



Ich lege mich auf die Couch und grüble. Chris hat natürlich Recht.
Mit Großkonzernen kann ich mich nicht wirklich anlegen. Andererseits,
wenn schon ein eingeschobener Nebensatz in einer Kurzgeschichte die
Leute so nervös macht, Demos bewirkt und manche Leser zum Nachdenken
bringt, dann könnte etwas mehr Wissen vielleicht auch mehr bewirken.

022.JPG



Ach, ich weiß einfach nicht, was tun soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mi Apr 19, 2017 12:33 
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na, da hat Dich mein Bienenkönig ja ganz schön in Schwierigkeiten gebracht... ich hoffe bloss Du gerätst nicht in Gefahr..

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Mi Apr 19, 2017 13:54 
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Ischade hat geschrieben:
... ich hoffe bloss Du gerätst nicht in Gefahr..



Ich fürchte sehr, da ist Mara schon mittendrin! :sad

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Viel Spaß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 18:44 
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Kiki ist nicht begeistert, als ich ihm erkläre, dass ich
noch einmal weg will und mich niemand begleiten darf.
»Morgen früh kommt Martha«, erkläre ich ihm. »Wenn ich
wider Erwarten nicht zurück gekommen bin, gibst du ihr
diesen Brief. Sie sorgt dann schon dafür, dass die Freunde
mich heim holen. Verstanden?«
»Ki Ki«, nickt er zögernd.

023.JPG



Ich weiß, dass er jetzt traurig ist. Aber ich will die Kikis
nicht in die Nähe des Versuchsgeländes bringen. Ich weiß
zwar nicht, was dort vor sich geht, aber die Tatsache, dass
da auch bewaffnetes Wachpersonal rumläuft, wirkt einfach
gefährlich. Ich will ja nur beobachten und Bilder schießen.
Ich brauche mehr Daten und Fakten.

024.JPG



Wenn ich genug zusammen habe, werde ich mich aber nicht
mehr an die Polizei wenden. Ich hoffe, dass Wilbur mir helfen
kann. Er kennt bestimmt Mittel und Wege, wie ich meine
Rechner dann wieder kriege. Aber jetzt muss ich erst mal hier weg.
Der Wachmann macht seine Runde und kommt in meine Richtung.

025.JPG



Während ich Abstand suche, sehe ich einen oben am
Zaun hängen und das Gelände beobachten.
»Hey, du da«, zische ich hinauf, »Vorsicht, da kommt ein Wachmann.«

026.JPG



Er springt herunter.
»Verdammt«, flucht er leise, »das wird eng.«
»Komm, wir rennen weg«, schlage ich vor.

027.JPG



Der Typ gibt mir einen Stoß. Ich stolpere zwischen Büsche,
wo er mich zu Boden drückt. Der Wachmann ist heran.
Ganz langsam, viel zu langsam geht er an uns vorbei.

028.JPG



»Runter von mir«, fauche ich, als der Typ weg ist. Wir stehen
beide auf. »Wer bist du überhaupt? Und was soll die Maskerade.«
»Das hat schon seinen Grund. Will schließlich nicht erkannt
werden«, antwortet er etwas hektisch. »Und nun verschwinde
von hier. Fremde mag man hier nicht.«
»Das habe ich auch schon gemerkt«, antworte ich spöttisch.

029.JPG



»Geh endlich«, drängt er.
»Ich bin nicht zum Vergnügen hier«, murre ich und widme mich
wieder dem Fotografieren. »Lass dich durch mich einfach nicht stören.«
»Du gefährdest meine ganze Aktion.«
»Sei endlich still. Ich will das dort hören.«

030.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Do Apr 20, 2017 18:50 
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Der, den ich hier für den Boss halte, hat eben einen der Diebe gerufen.
»Schaff mal den ganzen Honig hier weg«, verlangt er.
»Wohin damit?«
»Natürlich zur hauseigenen Müllverbrennungsanlage«, lacht der Boss.
»Ist doch viel zu schade dafür.«
»Kannst ihn gerne essen«, spottet sein Chef.
»Ich nicht. Aber der Gefangene ...«

031.JPG



»Klappe!«, fährt ihn sein Boss an. »Wir sind doch keine
Killer. Wenn wir hier fertig sind, lassen wir ihn laufen.
Und nun schaff das Zeug hier weg.«
»Ja ja, schon gut«, lenkt der Dieb ein.
Er nimmt die Schubkarre und fährt sie weg. Ich kann sehen,
dass sie bis oben hin mit gefüllten Honiggläsern beladen ist.

032.JPG



Ich war so angespannt lauschend, dass ich gar nicht bemerkt
habe, wie der Superheld neben mir seine Waffe zog.
»Du verschwindest jetzt«, verlangt er drohend.
»Willst du mich sonst umbringen?«
»Das ist nur eine Betäubungswaffe«, wehrt er ab. »Aber ich
weiß nicht, ob es dir gefällt, die nächsten Stunden bewusstlos
im Gebüsch zu liegen.«

033.JPG



»Schon gut«, gebe ich nach. »Wobei ich denke, wir
sollten eher zusammenarbeiten. Ich verziehe mich.«
Ich gehe – aber ich überlege schon, wo am Zaun ich mich
jetzt positionieren möchte.
»Hey, sie da, stehen bleiben«, werde ich vom Wachmann angerufen.

034.JPG



Der Superheld verbirgt sich rasch im Gebüsch.
»Meinen sie mich?«, stelle ich mich dumm.
»Was tun sie hier? Das ist Privatgelände.«
»Oh, ehrlich? Na ja, ich mache hier Urlaub und wollte Vögel
beobachten. Schade, dass es kaum welche gibt.«
»Mitkommen«, verlangt der Wachmann.

035.JPG



Nach einigen Schritten bleibt er stehen und deutet
auf einen schmalen Weg.
»Dort hinten ist ein schmaler Bach und lichter Jungwald«,
erklärt er mir. »Da gibt es viele verschiedene Vogelarten.
Ich glaube, dort finden sie, was sie suchen.«
»Oh, vielen Dank«, tue ich so, als sei ich erfreut. »Damit
haben sie mir einen riesigen Gefallen getan.«

036.JPG



Ich gehe in die gezeigte Richtung. Dooferweise bleibt der
Wachmann stehen und schaut mir nach. So kann ich jetzt
nicht einfach wieder umdrehen. Andererseits habe ich aber
sehr viele Bilder gemacht, die ich ja auch noch auswerten muss.

037.JPG



Kiki freut sich riesig, als ich so früh nach Hause komme. Er weicht
mir nun nicht mehr von der Seite. Stundenlang schaue ich mir die
Bilder an, immer und immer wieder. Der Wachmann ist sehr
aufmerksam. Die Diebe sind wohl harmlose Arbeiter, die auch
ziemlich herum gescheucht werden. Nur die Leute in Imkeranzügen
beachtet kaum wer. Und davon gibt es einige auf dem Gelände.

038.JPG



Völlig klar, dass ich mir so ein Teil besorgen werde und versuchen,
mich darin unbehelligt umschauen zu können. Ich möchte doch auch
gerne wissen, wer der Gefangene ist und wie man ihm helfen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 17:44 
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Im Imkeranzug komme ich tatsächlich auf das Gelände.
Majus begleitet mich heute.
»Ich bräuchte so ein Sprühgerät, um mich frei zu bewegen«, überlege ich.
»Ich hole eines«, verspricht der Bienenkönig sofort.

039.JPG



Majus fällt hier wirklich nicht auf. Dass er so riesengroß ist,
sehe wohl nur ich. Die anderen halten ihn bestenfalls für eine
Hornisse. Jedenfalls drehen sie sich nicht einmal nach ihm um.
Während Majus den Sprüher holt, beschließt einer der Diebe:
»Ich versuche mich noch einmal am Passwort, Boss.
Das Ding muss doch zu knacken sein.«

040.JPG



Ich sehe, wie er beim Labor meinen (!) Laptop aufklappt und
wild auf die Tastatur hämmert. Das gefällt mir. Ich habe ja
wegen Keiki erst ein Passwort eingerichtet, damit sie nicht
im Internet bestellen kann. Diese Vorsicht hat sich also gelohnt.

041.JPG



Majus hat mir den Sprüher gebracht und so kann ich mich
jetzt frei bewegen. Ich bin natürlich total angespannt und
hoffe einfach, dass ich nicht auffalle. Anscheinend wurden
neue Bienenvölker geliefert, denn die Waben stehen in einer
Transportbox und warten darauf, ins Häuschen zu kommen.

042.JPG



Dieb Nummer zwei arbeitet irgendetwas beim Labor. Er mischt
nichts zusammen, aber er füllt kleine Phiolen. Ich sehe den selbst
ernannten Superhelden, wie er vorsichtig über den Zaun klettert.

043.JPG



»Ich gehe mal unserem Gast etwas zu Essen bringen«,
ruft der Boss seinen Leuten zu.
Das klingt interessant für mich. Langsam und hoffentlich
unauffällig sprühe ich mich in die Nähe des Hauses.
Vielleicht kann ich ja lauschen.

044.JPG



Und das kann ich wirklich. Ich höre den Boss reden:
»Bist du endlich bereit, meine Fragen zu beantworten?«,
fragt er sehr unfreundlich.
»Schere dich zum Teufel«, kommt mit recht jugendlicher Stimme die Antwort.
»Ich will doch nur wissen, wem du den Stoff verkauft hast.«
»Wirst du ja in Kürze erleben«, bleibt der Gefangene stur.

045.JPG



In dem Moment klettert der Superheld aufs Dach des Labors
und gibt dafür für einen Moment seine Deckung auf.
Die Diebe bemerken das so wenig wie die Frauen.

046.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 17:48 
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Der Wachmann aber bemerkt es sehr wohl.
Er zieht seine Waffe und zielt.
»Keine Bewegung«, droht er.
»Holt ihn da runter«, verlangt er dann von den Dieben.
Sie klettern sofort aufs Dach. Der Superheld hebt die Arme und
ergibt sich. Dumm gelaufen für ihn. Er fühlte sich zu sicher.
Hoffentlich werde ich nicht auch noch erwischt.

047.JPG



»Sperrt ihn in die Box neben dem andere«, befiehlt der Boss.
»Wird Zeit, dass wir hier fertig werden. So viel Aufmerksamkeit
gefällt mir überhaupt nicht.«
»Ihr könnt mich nicht einsperren. Das wäre Freiheitsberaubung«,
ruft der Superheld.
»Ach was«, lacht der Boss, »du wirst festgesetzt, bis die Polizei
eintrifft – so in eins, zwei Monaten oder so.«

048.JPG



»Mist, da ist mein Computer und niemand bewacht ihn«, fluche
ich leise. »Aber wenn ich den jetzt nehme, bin ich dran.«
»Und wenn niemand auf dich achtet?«
»Wie soll das gehen?«
»Ich rede normalerweise nicht mit Honigbienen«, gibt Majus zu.
»Aber ich schulde dir immer noch etwas. Danach sind wir quitt.«

049.JPG



Er fliegt zu den neuen Waben und greift sich eine.
»Du doofe Honigbiene«, schimpft er, nachdem er einige Zeit
vergeblich freundlich sprach. »Du kapierst überhaupt nichts.
Ihr füttert hier euren Nachwuchs zu Tode und seid nicht
einmal bereit, dagegen anzukämpfen.«

050.JPG



»Wir können ja nichts tun.«
»Doch – fliegt jetzt alle auf und umschwirrt die Menschen.
Ihr sollt ja nicht stechen, sondern nur drohen.«
»Und was nutzt das?«
»Viel – vor allem, wenn ihr danach eure Pollen jenseits des Zaunes sammelt.«

051.JPG



Die Bienen fliegen nun doch alle auf. Das gab es hier bisher
noch nie. Bienen sind ja eigentlich auch sehr friedfertig.
Jetzt rennen alle eilig ins Haus. Keiner achtet mehr auf mich.
Klasse! Ich schnappe mir meinen Laptop.

052.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 17:52 
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Das ist verrückt. Ich weiß es. Die kommen natürlich sofort
auf mich, wenn mein Rechner fehlt. Da steht ein dicker Ordner
im Regal. Ich sollte es nicht tun. Nein, ich sollte einfach so
schnell wie möglich verschwinden.

053.JPG



Ach, egal – ob sie mich wegen dem Laptop oder dem Ordner
jagen, darauf kommt es nun auch nicht mehr an. Vielleicht
erfahre ich so endlich, um was es genau hier geht – obwohl
ich es ja eigentlich weiß. Aber das könnten die Beweise sein,
die ich brauche. Also schnappe ich mir den Ordner.

054.JPG



Durchs Tor kann ich jetzt natürlich nicht. Und viel Zeit habe
ich auch nicht. Die ersten Bienen suchen schon wieder die
Blüten auf. Also rauf aufs Dach. Ich muss wohl oder übel über den Zaun.

055.JPG



Draußen streife ich den Imkeranzug ab. Und dann renne ich
los, schneller, als Majus fliegen kann. Erst mal nur weg hier.

056.JPG



Ich habe den ganzen Ordner dann durchstöbert. Da stehen
unheimlich viele Formeln drin, tausende von Fremdwörtern,
die ich nicht einmal aussprechen kann und unzählige Zahlen-
kolonnen, deren Bedeutung ich nicht kenne. Ich telefoniere.
»Eddy? Ich bin tot! Ich habe einen Haufen Betriebsgeheimnisse
gestohlen und die werden mich kriegen«, rufe ich in die Muschel.
»Langsam – erzähl der Reihe nach.« Aufgeregt mache ich das.
»Okay, das ist schlimm«, meint Eddy dann. »Schalte die Alarm-
anlage ein, verziehe dich mit den Kikis in eine Ecke und warte ab.
Ich komme, so schnell ich kann.«

057.JPG



Mir ist klar, dass schnell relativ ist. Aber die schicken mir jetzt
auch nicht gleich ein Killerkommando auf den Hals.
Hoffe ich zumindest.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 18:12 
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Mara hat geschrieben:
»Ich will doch nur wissen, wem du den Stoff verkauft hast.«
»Wirst du ja in Kürze erleben«, bleibt der Gefangene stur.


Drogen? Die Leute... glauben läßt, sie hätten Superkräfte? oder sie tatsächlich zu spuerhelden macht? oder die Bienen zu Superbienen machen soll???

Mara Mara, in was bist Du da nur reingeraten. Versteck Dich am besten eine Weile bei Chris im Wald!

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Fr Apr 21, 2017 23:21 
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Viel Spaß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Sa Apr 22, 2017 18:12 
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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Sa Apr 22, 2017 18:17 
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Eddy kam in der Nacht verdammt schnell, rief mich per
Telefon raus und fuhr uns dann ziemlich schnell aus der
Stadt. Draußen wartete schon Chris mit dem Hubschrauber.
Und so bin ich wieder hier gelandet – in Chris`altem
Baumhaus, das auf einer Insel im Sumpf steht.

058.JPG



Die Kikis stürmen ihren neuen Spielplatz sofort.
Sie sind neugierig.
Und vor allem sind sie froh, dass ich sie heute nicht allein lasse.

059.JPG



Eddy schafft meinen hastig gepackten Koffer nach oben.
Chris vertäut das Schlauchboot, das uns hierher brachte.

060.JPG



Dann wird das Baumhaus aufgeschlossen.
Kiki hüpft sofort auf das Bett, in dem er schon früher schlief.
»Ki Kiii, Ki Ki«, freut er sich.
Er ruft die Kinder und zeigt ihnen die Deckenklappe.

061.JPG



Kiko und Kaja klettern hinauf. Dort oben ist in der Krone
des Baumes ein Sitz. Und von hier aus hat man einen
tollen Blick über den Wald, durch den keine Straße führt.

062.JPG



Chris holt die Klappstühle aus der Hütte.
Ich wende mich an Keiki:
»Paß auf, dass keines der Kleinen ans Wasser geht.«
»Ki Ki?«
»Das ist ein Sumpf. Darin kann man nicht schwimmen.
Er ist nicht ungefährlich.«
Keiki nickt verstehend.

063.JPG



Langweilig ist es trotzdem nicht. Keiki und Koko entdecken
die Biber, die hier leben. Fasziniert beobachten sie, wie ein
Baum gefällt wird. Das gefällt ihnen.

064.JPG



»So, dann zeig uns mal die gestohlenen Papiere«, verlangt Eddy.
Ich gebe den Brüdern den Ordner. Sie überfliegen den Inhalt,
stutzen an manchen stellen und ihre Gesichter werden immer länger.
»Du weißt, was das ist?«, will Chris wissen.
»Nicht wirklich – ich weiß nur, dass diese Firma genetisch
verändertes Saatgut, darauf abgestimmte Dünger und Pflanzen-
schutzmittel herstellt und nun versucht, Bienen genetisch so zu
verändern, dass sie diese Pflanzen bestäuben können, ohne daran zu sterben.«

065.JPG

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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch von Mara
BeitragVerfasst: Sa Apr 22, 2017 18:22 
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»Das Saatgut ist schon patentiert«, nickt Eddy. »Das hier sind
Patentanträge für den Rest. Kein Wunder, dass du um dein Leben
fürchtest – zumal da auch die ganzen Rezepturen stehen.«
»Dann muss der Ordner zurück«, entscheidet Chris.
»Das ändert doch nichts mehr«, befürchtet Eddy. »Da Mara
auch ihren Laptop zurück gestohlen hat, wissen die, wer
nun ihre Daten kennt.«

066.JPG



»Würde eine Verschwiegenheitserkläung helfen?«, überlegt Chris.
»Kaum«, werfe ich ein. »Auf dem Gelände bereits zwei Gefangene.«
Nachdem ich ihnen von den Gefangenen erzählt habe, gehen sie
runter zum Wasser, setzen sich auf einen Stein und beraten ziemlich lange.

067.JPG



»Wir versuchen es«, erklären sie mir dann. »Wir bringen
den Ordner zurück. Das muss natürlich unbemerkt geschehen.
Vielleicht wird er noch nicht vermisst.«
»Habe ich da auch ein Wort mitzureden?«, grummle ich.
»Nein«, lacht Eddy. »Du versteckst dich hier, bis Gras
über die Sache gewachsen ist.«

068.JPG



Eddy schnappt sich den Ordner.
»Wir müssen natürlich erst auskundschaften, wie wir das
machen«, erklärt er mir. »Es kann also ein paar Tage
dauern. Aber hier bist du ja sicher.«
»Ich schon – aber die Bienen nicht!«
»Häh?«

069.JPG



»Ihr werdet das nicht tun«, verlange ich mit entschiedener
Stimme. »Das sind Patentanträge. Aber ein Patent ist nichts
wert, wenn die Rezepturen allgemein bekannt sind. Wenn
jeder weiß, wie der Dünger und die Schutzmittel hergestellt
werden, kann man damit kein Geld mehr verdienen.«
»Das stimmt schon«, zögert Chris. »Das Zeug käme nie auf den Markt.
Und es gäbe kein Interesse mehr an genveränderten Bienenvölkern.«

070.JPG



»Es ist nicht ohne Risiko«, mahnt Eddy. Dann nickt er.
»Okay, morgen Abend spätestens sind diese Daten übers
Internet weltweit verbreitet.«
»Und wenn übermorgen die Gefangenen nicht frei sind,
gehe ich zur Polizei«, ergänzt Chris.
Sie gehen zum Boot. Dass Eddy die Sache mit dem Internet
hinkriegt, das weiß ich. Ob die Chemiefirma mich hinterher
in Ruhe lassen wird, ist ungewiss.

071.JPG



Ich ziehe die Treppe nach oben. Habe ich früher auch gemacht.
Aber heute befürchte ich keinen Besuch durch Bären oder Luchse.
Heute möchte ich einfach nur sicher sein, dass keine Menschen kommen.

072.JPG



Die Hütte hat nur zwei Betten. Und dort schlafen Keiki und die
drei Jungen. Ich klettere aufs Dach. Kiki kommt zu mir.
»Ki Ki?«
»Ja, wir verstecken uns für ein paar Tage.« Ich versuche, es
ihm zu erklären. »Bestimmt wird alles bald wieder gut sein.«

073.JPG



Kiki nickt und glaubt mir. Ich selbst bin nicht so ganz überzeugt.
Aber ich hoffe es sehr.

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Man hört nicht auf, zu spielen, weil man alt wird - man wird alt, weil man aufhört, zu spielen.

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Meine Reise nach El Horado
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