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BeitragVerfasst: Mi Sep 19, 2018 14:55 
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die Märchenfee
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Allerleirauh
129

Aschenbrödel
11

Aschenpüster mit der Wünschelgerte
190

Brot und Salz segnet Gott
155

Bruder Lustig
102

Brüderchen und Schwesterchen
34

Bruder Nickel
182

Das blaue Licht
104

Das Dukaten-Angele
98

Das Eselein
87

Das Mädchen aus dem Goldenen Westen
142

Das Märchen vom Mann im Monde
42

Das Märchen vom Ritter Blaubart
51

Das Märchen von den sieben Schwaben
80

Das Natterkrönlein
105

Das Rätsel
124

Das Unentbehrlichste
192

Das Wasser des Lebens
181

Das Waldhaus
179

Dat Erdmänneken
192

Daumesdick
61

De beiden Künigeskinner
116

De Gaudeif un sien Meester
78

Der alte Zauberer und sein Kinder
23

Der Arme und der Reiche
53

Der Bärenhäuter
83

Der beherzte Flötenspieler
100

Der Drache fährt aus
173

Der Eisenhans
48

Der Eisenofen
194

Der Elfenraub
88

Der erste Christbaum in der Waldheimat
167

Der fliegende Holländer
88

Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
13

Der Geist im Glas
173

Der gestiefelte Kater
15

Der Gevatter Tod
76

Der gläserne Sarg
32

Der Hasenhüter und die Königstochter
171

Der Mann ohne Herz
36

Der Müller und die Nixe
67

Der Rattenfänger zu Hameln oder die Kinder zu Hameln
131

Der Schäfer und die Schlange
144

Der singende Knochen
169

Der treue Johannes
20

Der Wandergeselle
174

Der wunderliche Spielmann
56

Die Bremer Stadtmusikanten
26

Die drei Hunde
47

Die drei Männlein im Walde
70

Die drei Schlangenblätter
121

Die Goldmaria und die Pechmaria
110

Die Heilige Nacht
138

Die kluge Bauerntochter
26

Die Knaben mit den goldnen Sternlein
183

Die Probestücke des Meisterdiebes
134

Die schöne junge Braut
42

Die Schöne und das Tier
95

Die sechs Schwäne
107

Die sieben Raben
25

Die Sterntaler
58

Die ungetreue Schwester
158

Die verzauberte Prinzessin
150

Die weiße Schlange
161

Doktor Luther zu Wartburg
132

Dornröschen
1

Etwas von den Wurzelkindern
97

Frau Holla und der treue Eckart
152

Frau Holle
29

Fredeswind auf Aotearoa
84

Fundevogel
126

Hans im Glücke
5

Häsichenbraut
18

Heinrich der Löwe
148

Hirsedieb
188

Jorinde und Joringel
63

Jungfrau Maleen
189

König Drosselbart
43

Lasse mein Knecht
164

Marienkind
193

Muttergottesgläschen
170

Rapunzel
23

Rotkäppchen
9
19 (Felhlende Restbilder)

Rumpelstilzchen
65

Schlange Hausfreund
92

Schneeweißchen und Rosenrot
31

Schneewittchen
1

Schwan kleb an
30

Sechse kommen durch die ganze Welt
8

Siebenschön
27

Star und Badewännlein
73

Tischlein deck' dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack
44

Tom Tit Tot
183

Vom Fischer und syner Fru
37

Vom tapfern Schneiderlein
55

Von dem Machandelboom
40

Wie Dummhans Jaqueline heiratete
153

Die Häschenschule
Sonstiges von Fredeswind: Seite3

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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Di Okt 09, 2018 23:09 
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die Märchenfee
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Liebe Märchenfreunde.

es ist Oktober, das bedeutet, das nächste Märchenrätsel ist fällig. Vielleicht habt ihr ja Lust mal wieder ein bisschen zu raten.

Das Märchen haben die Brüdern Grimm für uns aufgezeichnet:


Rätsel.JPG


„Es war einmal ein König, der hatte eine kranke Tochter. Als er endlich wusste, wie seine Tochter gesund werden könnte, versprach er sie demjenigen zur Frau, der sie so heilen könnte. So zogen auch drei Bauernsöhne nacheinander aus, um die Prinzessin zu heilen. Während sie älteren Söhne unverrichteter Dinge und beschämt wieder heimkehrten, hatte der Jüngste auf Grund seiner Wahrheitsliebe Erfolg. Jedoch verweigert ihm der König die Belohnung und stellte ihm weitere schwierige Bedingungen.“

Viel Spaß Beim Raten!

:wirr :what :gruebel :idee :nixweiss

LG von der Märchenfee Fredeswind :fee

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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 14:34 
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Mega-Klicky
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Ich weiß es! :hop
Da kommt ein Vogel vor, der heißt aber nicht Rock!
Und ein kleines eisgraues Männlein!
Liebe Grüße :kavalier
Michael

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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 15:01 
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alias Paula Parazzi
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Der Archivar hat geschrieben:
Ich weiß es! :hop
Da kommt ein Vogel vor, der heißt aber nicht Rock!

Den passenden Vogel gibt es ja jetzt endlich von Playmobil, auch wenn der etwas zu freundlich guckt. :wink

... und der Held muss eine Hasenherde hüten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 22:19 
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die Märchenfee
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Der Archivar hat geschrieben:
Ich weiß es! :hop
Da kommt ein Vogel vor, der heißt aber nicht Rock!
Und ein kleines eisgraues Männlein!
Liebe Grüße :kavalier
Michael


Genau! :zehn

Du liegst absolut richtig! :great

Danke für's Mitraten! :dank

LG von der Märchenfee Fredeswind :fee

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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 22:22 
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die Märchenfee
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Artona hat geschrieben:
Der Archivar hat geschrieben:
Ich weiß es! :hop
Da kommt ein Vogel vor, der heißt aber nicht Rock!

Den passenden Vogel gibt es ja jetzt endlich von Playmobil, auch wenn der etwas zu freundlich guckt. :wink

... und der Held muss eine Hasenherde hüten...


Auch du liegst absolut richtig! :zehn

Das mit dem Vogel ist so eine Sache, er schaut irgendwie richtig treudoof. :pfeif

Danke für's Mitmachen! :dank

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Zuletzt geändert von Fredeswind am Mi Okt 10, 2018 22:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Märchenrätsel
BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 22:28 
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Ich verrat's noch nicht! :baeh

Vielleicht hat noch jemand eine Idee? :gruebel :idee

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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Mi Okt 10, 2018 23:43 
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Fredeswind hat geschrieben:
Artona hat geschrieben:
Der Archivar hat geschrieben:
Ich weiß es! :hop
Da kommt ein Vogel vor, der heißt aber nicht Rock!

Den passenden Vogel gibt es ja jetzt endlich von Playmobil, auch wenn der etwas zu freundlich guckt. :wink




Das mit dem Vogel ist so eine Sache, er schaut irgendwie richtig treudoof. :pfeif


Ich finde es auch schade, dass das Tier so harmlos guckt. So ein bischen finsterer hätten die Kinder immer noch vertragen.
...mein Mann lästert eh schon, der würde gucken wie ein Huhn. :sad

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 Betreff des Beitrags: Märchenrätsel
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 12:33 
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Hallo alle miteinander,

nachdem ich euch habe unfreiwillig so lange zappeln lassen, hier nun die Auflösung.
Es ist das Märchen:

'Der Vogel Greif'

Vielen Dank für's Mitmachen!

LG von der Märchenfee Fredeswind :fee

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 Betreff des Beitrags: Der Vogel Greif (Brüder Grimm)
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 12:59 
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De Vogelgrif

Der Vogel Greif

(frei nach den Brüdern Grimm)

S‘ isch einisch e Chönig gsi, wo ner gregiert und wiener gheisse hat, weiß i nimme. De hat kei Sohn gha, nummene einzige Tochter, die isch immer chrank gsi, gewesen, und kei Dokte het se chönne heile.. Do isch dem Chönig profizeit worde, si Tochter werd de an Öpfel gsund esse.

S'ist einst ein König gewesen, wo der regiert und wie er geheißen hat, weiß ich nimmer. Der hat keinen Sohn gehabt, nur mehr eine einzige Tochter, die ist immer krank gewesen, und kein Doktor hat sie heilen können. Da ist dem König prophezeiht worden, seine Tochter werde sich an Äpfeln gesund essen.

Greif 01.jpg



Do lot er dur sis ganz Land bchant mache wer siner Tochter Öpfel bringe, daß se se gsund dar chönn esse, de müesse zur Frau ha und Chönig wärde.

Da ließ er durch sein ganzes Land bekannt machen, wer seiner Tochter Äpfel bringe, dass sie sich gesund daran essen könne, der müsse sie zur Frau haben und König werden.

Greif 02.JPG



Das het au ne Pur verno, de drei Söhn gha het. Do säit er zum elste: „Gang ufs Gade ufe, nimm e Chratte voll vo dene schöne Öpfle mit rothe Bagge und träg se a Hof; villicht cha se d' Chönigstochter gsund dra esse und de darfsche hürothe und wirsch Chönig.

Das hatte auch ein Bauer vernommen, der drei Söhne gehabt hat. Da sagte er zum ältesten: „Geh auf den Speicher hinauf, nimm einen Handkorb voll von den schönen Äpfeln mit roten Backen und trag sie an den Hof; vielleicht kann sich die Königstochter gesund daran essen, und du darfst sie heiraten und wirst König.“

Greif 03.JPG



De Kärle hets e so gmacht und der Weg under d' Füeß gno. Woner e Zitlang gange gsi isch, begegnet es chlis isigs Manndle.

Der Kerle hat‘s auch so gemacht und den Weg unter die Füße genommen. Wie er eine Zeitlang gegangen gewesen ist, begegnete ihm ein kleines eisgraues Männlein.


Greif 04.jpg



Das frogt ne was er do e dem Chratte häig. Do seit der Uele, denn so het er gheisse: „Fröschebäi.“ Das Manndle säit druf: „No es sölle si und blibe' und isch witer gange.

Das fragte ihn, was er da im Handkorb trüge. Da sagte Uli, denn so hat er er geheißen: „Froschbeine.“ Das Männlein sagte darauf: „Nun, es solle sein und bleiben.“, und ist weiter gegangen.


Greif 05.JPG

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 Betreff des Beitrags: Der Vogel Greif (Brüder Grimm)
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 13:16 
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die Märchenfee
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Ändle chunt der Uele fürs Schloß un lot se amelde, er hob Öpfel, die d' Tochter gsund mache, wenn se dervo ässe thue. Das het der Chönig grüsele gfreut und lot der Uele vor se cho, aber, o häie! woner ufdeckt, so heter anstatt Öpfel Fröschebäi e dem Chratte, die no zapled händ. Drob isch der Chönig bös worde, und lot ne zum Hus us jage. Woner häi cho isch, so verzelter dem Ätte wies em gange isch.

Endlich kam Ulrich vors Schloss und ließ sich anmelden: er habe Äpfel, die die Tochter gesund machen , wenn sie davon essen tue. Das hat den König gewaltig gefreut, und er ließ den Uli vor sich kommen. Aber, o weh! Wo er aufdeckte, so hatte er statt Äpfel Froschbeine im Handkorb, die noch gezappelt haben. Darüber ist der König böse geworden und ließ ihn zum Haus rausjagen. Wie er heimgekommen ist, so erzählte er dem Vater, wie‘s ihm gegangen ist.

Greif 06.jpg



Do schickt der Ätte der noelst Son, de Säme gheisse het; aber dem isch es ganz glich gange wie im Uele. Es isch em halt au es chlis isigs Manndle begegnet und das het ne gfrogt was er do e dem Chratte häig, der Säme säit: „'Seüborst“, und das isigs Manndle säit: „No es söll si und blibe.“

Da schickte der Vater den nächstältesten Sohn, der Samuel geheißen hat; aber dem ist es ganz gleich gegangen wie dem Uli. Es ist ihm halt auch das kleine eisgraue Männchen begegnete und das hat ihn gefragt, was er da im Korbe trüge. Der Samuel sagte: „Sauborsten.“ Und das eisgraue Männlein sagte: „Nun, es soll sein und bleiben.“

Greif 07.JPG



Woner do vor es Chönigsschloß cho isch, säit er, er heb Öpfel, a dene se d' Chönigstochter gsund chönn esse, so hand se ne nid welle ine lo, und händ gsäit es sig scho eine do gsi und heb se füre Nare gha. Der Säme het aber aghalte, er heb gwüß dere Öpfel, se solle ne nume ine lo.

Wo er dann vors Königsschloss gekommen ist und sagte er, er habe Äpfel, an denen sich die Königstochter könne gesund essen , so haben sie ihn nicht wollen einlassen, und haben gesagt, es sei schon einer da gewesen und habe sie für Narren gehalten. Der Samuel hat aber angehalten, er habe gewiss Äpfel, sie sollten ihn nur einlassen.

Greif 08.JPG



Ändle händ sem glaubt, und füre ne vor der Chönig. Aber woner er si Chratte ufdeckt, so het er halt Seüborst. Das het der Chönig gar schröckele erzürnt, so daß er der Säme us em Hus het lo peütsche. Woner häi cho isch, so het er gsäit wies em gange isch.

Endlich haben sie ihm geglaubt und führten ihn vor den König. Aber wo er seinen Korb aufdeckte, so hatte er halt Sauborsten. Das hat den König gar schrecklich erzürnt , so dass er den Samuel aus dem Haus hat peitschen lassen. Wo er heimgkommen ist, so hat er gesagt, wie es ihm ergangen ist.


Greif 09.JPG

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 Betreff des Beitrags: Der Vogel Greif (Brüder Grimm)
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 13:24 
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Do chunt der jüngst Bueb, dem händse nume der dumm Hans gsäit, und frogt der Ätte ob er au mit Öpfel goh dörf. „Jo“, säit do der Ätte: „du wärst der rächt Kerle derzue, wenn die gschite nüt usrichte, was wettest denn du usrichte.“ Der Bueb het aber nit no glo: „E woll, Ätte, i will au goh.“

Da kam der jüngste Bub, zu den haben sie nur immer den dummen Hans gesagt, und fragte den Vater, ob er auch mit Äpfeln gehen dürfe. „Ja“, sagte da der Vater, „du wärst der rechte Kerl dazu! Wenn die Gescheiten nichts ausrichten, was wirst denn du ausrichten!“ Der Bub hat aber nicht nachgelassen „Ja wohl Vater, ich will auch gehen.“

Greif 10.JPG


„Gang mer doch ewäg, du dumme Kerle, du muest warte bis gschiter wirsch.“, säit druf der Ätte und chert em der Rügge. Der Hans aber zupft ne hinde am Chittel: „e woll, Ätte, i will au goh.“ „No minetwäge, so gang, de wirsch woll wieder ome cho' gitt der Ätte zur Antwort eme nidige Ton.

„Geh mir doch ja weg, du dummer Kerl, du musst warten, bis du gescheiter wirst.“, sagte darauf der Vater und kehrte ihm den Rücken. Der Hans aber zupfte ihn hinten am Kittel: „Ja wohl, Vater, ich will auch gehen.“ „Nun, meinetwegen, so geh; du wirst wohl wieder heimkommen.“, gab der Vater zur Antwort in vernichtendem Ton.

Greif 11.JPG



Der Bueb hat se aber grüsele gfreut und isch ufgumpet. „Jo, thue jetz no wiene Nar, du wirsch vo äim Tag zum andere no dümmer“, säit der Ätte wieder.“ Dat het aber im Hans nüt gmacht und het se e siner Freud nid lo störe. Wils aber gli Nacht gsi isch, so het er dänkt er well warte bis am Morge, er möcht hüt doch nümme na Hof gcho.

Der Bub hat sich aber riesig gefreut und ist aufgesprungen. „Ja, tu jetzt noch wie ein Narr; du wirst von einem Tag zum andern noch dümmer.“, sagte der Vater wieder. Das hat dem Hans aber nichts gemacht und hat sich in seiner Freude nicht stören lassen. Weils aber gleich Nacht gewesen ist, so hat er gedacht er wolle warten bis am Morgen, er möchte heute doch nicht mehr an den Hof gehen.

Greif 12.JPG



Z' Nacht im Bett het er nid chönne schloffe, und wenn er au ne ihli igschlummert isch, so hets em traumt vo schöne Jumpfere, vo Schlößern, Gold und Silber und allerhand dere Sache meh. Am Morge früe macht er se up der Wäg, und gli drufe bchuntem es chlis mutzigs Manndle, eme isige Chläidle, un frogt' ne was er do e dem Chratte häig.

Zur Nacht im Bett hat er nicht können schlafen; und wenn er auch noch einmal eingeschlummert ist, so hat‘s ihm von schönen Jungfrauen, von Schlössern, Gold und Silber und allerhand derer Sachen mehr geträumt. Am Morgen früh machte er sich auf den Weg, und gleich darauf begegnete ihm das kleine mürrische Männchen in einem eisgrauen Kleide und fragte ihn, was er da im Korbe trüge.


Greif 13.JPG

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 Betreff des Beitrags: Der Vogel Greif (Brüder Grimm)
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 13:35 
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Der Hans gitt em zur Antwort er heb Öpfel, a dene d' Chönigstochter se gsund äße sött. „No“, säit das Manndle, „es sölle söttige si und blibe.“ Aber am Hof händ se der Hans partu nit welle ine lo, denn es sige scho zwee do gsi und hebe gsäit se bringe Öpfel und do heb äine Fröschebäi und der ander Seüborst gha.

Der Hans gab ihm zu Antwort, er habe Äpfel, an denen sich die Königstochter gesund essen solle. „Nun“, sagte das Männlein, „es sollen solche sein und bleiben.“ Aber am Hofe haben sie den Hans durchaus nicht einlassen wollen; denn es seien schon zwei da gewesen und haben gesagt, sie brächten Äpfel, und da habe einer Froschbeine und der andere Sauborsten gehabt.

Greif 14.JPG



Der Hans het aber gar grüsele aghalte, er heb gwöß kene Fröschebäi, sondern von de schönste Öpfle, die im ganze Chönigreich wachse. Woner de so ordele gredt het, so dänke d' Thörhüeter de chönn nid lüge und lönde ine, und händ au rächt gha.Denn wo der Hans si Chratte vor em Chönig abdeckt, so sind goldgäle Öpfel füre cho.

Der Hans hat aber gar sehr angehalten, er habe gewiss keine Froschbeinel, sondern von den schönsten Äpfeln, die im ganzen Königreich wüchsen. Wo er nun so ordentlich geredet hat, so dachten die Torhüter, der könne nicht lügen und ließen ihn ein und hatten auch recht gehabt. Denn wo der Hans seinen Korb vor dem König abdeckte, so sind goldgelbe Äpfel für sie drin.

Greif 15.JPG



De Chönig het se gfreut und lot gli der Tochter dervo bringe, und wartet jetz e banger Erwartig bis menem der Bericht bringt, was se für Würkig tho hebe. Aber nid lange Zit vergot, so bringt em öpper Bricht: aber was meineder wer isch das gsi? d' Tochter selber isch es gsi. So bald se vo dene Öpfle ggäße gha het, isch e gsund us em Bett gsprunge. Wie der Chönig e Freud gha het, chame nid beschribe.

Der König freute sich und ließ gleich der Tochter davon bringen und harrte jetzt in banger Erwartung, bis man ihm Bericht brächte, was sie für Wirkung getan hätten. Aber nicht lange Zeit verging, so brachte ihm jemand Bericht; aber wer meint ihr, wer ist es gewesen? Die Tochter selbst ist es gewesen! Sobald sie von den Äpfeln gegessen gehabt hat, ist sie gesund aus dem Bette gesprungen. Was der König für eine Freude gehabt hat, kann man nicht beschreiben.

Greif 16.JPG



Aber jetz het er d' Tochter dem Hans nid welle zur Frau ge un säit er müeß em zerst none Wäidlig mache, de ufem drochne Land wäidliger geu as im Wasser. Der Hans nimmt de Betingig a und got häi und verzelts wies eme gangen seig.

Aber jetzt hat er die Tochter dem Hans nicht zur Frau geben wollen und sagte, er müsse ihm zuerst noch einen Nachen machen, der auf dem trockenen Land noch besser gehe als im Wasser. Der Hans nahm die Bedingung an und ging heim und erzählte, wie es ihm ergangen sei.


Greif 17.JPG

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 Betreff des Beitrags: Der Vogel Greif (Brüder Grimm)
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 14:03 
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Do schickt der Ätte der Uele is Holz um e söttige Wäidlig z' mache. Er hat flißig gewärret und derzue gpsiffe. Z' Mittag, wo d' Sunne am höchste gstande isch, chunt es chlis isigs Manndle und frogt was er do mach. Der Uele gitt em zur Antwort: „Chelle.“ Das isig Männdle säit: „ No es sölle si und blibe.“ Z' Obe meint der Uele er heb jetz e Wäidlig gmacht, aber woner het welle isitze, so sinds alles Chelle gsi. Der anner Tag got der Säme e Wald, aber s' isch em ganz gliche gange wie im Uele.

Da schickte der Vater den Uli ins Holz, um einen solchen Nachen zu machen. Er hat fleißig gewerkelt und dazu gepfiffen. Zu Mittag, als die Sonne am höchsten gestanden ist, kam das kleine eisgraue Männlein und fragte, was er da mache. Der Uli gab ihm zur Antwort: „Kellen.“ Das eisgraue Männlein sagte: „Nun, es solle sein und bleiben.“ Zu Abend meinte der Uli, er habe jetzt einen Nachen gemacht; aber wo er sich hat wollen hineinsetzen, so sind's lauter Kellen gewesen. Am andern Tag ging der Samuel in den Wald; aber es ist ihm ganz gleich gegangen wie dem Ulrich.

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Am dritte Tag got der dumm Hans. Er schafft rächt flißig, daß es im ganze Wald tönt vo sine chräftige Schläge, derzue singt er und pfift er rächt lustig.

Am dritten Tag ging der dumme Hans. Er schaffte recht fleißig, so dass der ganze Wald tönte von seinen kräftigen Schlägen, dazu sang und pfiff er recht lustig.

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Da chunt wieder das chli Manndle z' Mittag, wos am heißeste gsi isch, und frogt was er do mach. „E Wäidlig, de uf em drochne Land wäidliger got as uf em Wasser.“ Un wenn er dermit fertig seig, so chom er d' Chönigstochter zur Frau über. „No“, säit das Manndle, „es söll e so äine ge und blibe.“

Da kam wieder das kleine Männlein zu Mittag, wo es am heißesten gewesen ist, und fragte, was er da mache. „Einen Nachen, der auf dem trockenen Land besser geht als auf dem Wasser.“ Und wenn er damit fertig sei, so bekäme er die Königstochter zur Frau. „Nun“, sagte das Männlein, „es soll so einen geben und bleiben.“

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Z' Obe, wo d' Sunne aber z' Gold gange isch, isch der Hans au fertig gsi mit sim Wäidlig und Gscher. Er sitzt i und ruederet der Residenz zue. Der Wäidlig isch aber so gschwind gange wie der Wind.

Zu Abend, wo die Sonne aber zu Gold gegangen ist, ist der Hans auch fertig gewesen mit seinem Nachen und allem Drum und Dran. Er saß hinein und ruderte der Residenz zu. Der Nachen ist aber so geschwind gegangen wie der Wind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Märchen
BeitragVerfasst: Di Okt 16, 2018 14:17 
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Geschlecht: weiblich
Der Chönig hets von witen gseh, will aber im Hans si Tochter nonig ge und säit er müeß zerst no hundert Haase hüete vom Morge früeh bis z' Obe spot, und wenn em äine furt chömm, so chömm er d' Tochter nit über.

Der König hat‘s von weitem gesehen, wollte aber dem Hans seine Tochter noch nicht geben und sagte, er müsse erst noch hundert Hasen hüten vom morgens frühe bis zum abends spät; und wenn ihm einer fortkäme, so bekäme er die Tochter nicht.

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Der Hans isch e des z' friede gsi, und gli am andere Tag got er mit siner Heerd uf d' Wäid und paßt verwändt uf daß em keine dervo laufe. Nid mänge Stund isch vergange, so chunt e Magd vom Schloß und säit zum Hans er söll ere gschwind e Haas ge, so hebe Wisite über cho.

Der Hans ist indes zufrieden gewesen, und gleich am andern Tage ging er mit seiner Herde auf die Weide und passte unverwandt auf, dass ihm keiner davonläuft. Nicht manche Stunde ist vergangen, so kam eine Magd vom Schloss und sagte zum Hans, er solle ihr geschwind einen Hasen geben, da sei Besuch gekommen.

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Der Hans hett aber woll gemerkt wo das use will und säit er gäb e keine, der Chönig chön denn morn siner Wisite mit Haasepfäffer ufwarte. D'Magd het aber nid no glo und am Änd fot so no a resniere.

Der Hans hat aber wohl gemerkt, wo das hinaus wollte, und sagte, er gäbe keinen her; der König könne dann morgen seinem Besuch mit Hasenpfeffer aufwarten. Die Magd hat aber nicht nachgelassen und am Ende fing sie noch an zu schimpfen.

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Do säit der Hans wenn d' Chönigstochter selber chömm, so woll er ene Haas ge. Dat het d' Magd im Schloß gsäit, und d' Tochter isch selber gange.

Da sagte der Hans, wenn die Königstochter selber komme, so wolle er einen Hasen geben. Das hat die Magd im Schloss gesagt; und die Tochter ist selbst gegangen.


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